BOS - Gebäudefunkanlagen
Die Einführung des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und der Bedarf an Gebäudefunkanlagen erfordern besondere Aufmerksamkeit in der Planung und Umsetzung von Bauprojekten. Hier einige wesentliche Punkte:
Betriebsmodi im BOS-Digitalfunk
- DMO (Direct Mode Operation)
- Direkte Kommunikation zwischen Funkgeräten ohne Leitstellenanbindung.
- Äquivalent zum früheren analogen 2m-Band Einsatzstellenfunk.
- TMO (Trunked Mode Operation)
- Kommunikation über ein vermitteltes Netz mit Leitstellenanbindung.
- Entspricht dem früheren analogen 4m-Band Leitstellenfunk.
Herausforderungen durch moderne Bauweisen und Materialien
Die in modernen Bauprojekten verwendeten Materialien und Konstruktionen beeinflussen die Funkverfügbarkeit und Reichweite negativ. Dazu gehören:
- Alu-/Glas-Fassaden: Hohe Reflexion und Dämpfung von Funksignalen.
- Stahlbetonbauweise: Blockiert Funkwellen aufgrund der hohen Materialdichte.
- Metallkaschierte Doppelbodenplatten: Schirmen Funkwellen ab und erschweren die Signalverbreitung.
- Aktive Unterdecken aus Metall: Führen zu zusätzlicher Signalabschirmung.
Planungsanforderungen
Bereits im frühen Planungsstadium eines Gebäudes ist eine enge Abstimmung mit den Behörden erforderlich, um geeignete Maßnahmen zu treffen. Diese können beinhalten:
- Installation von Gebäudefunkanlagen: Systeme zur Sicherstellung einer ausreichenden Funkabdeckung im Gebäudeinneren.
- Verstärkerlösungen und Repeater: Zur Überbrückung von Dämpfungsstrecken.
- Signalaufbereitung und Antenneninstallationen: Zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Signalverteilung.
Die rechtzeitige Integration dieser Maßnahmen ist entscheidend, um Betriebsfähigkeit und Sicherheitsanforderungen der BOS in modernen Gebäuden zu gewährleisten.