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481 Automationseinrichtungen

Hier definieren wir die Intelligenz der Anlage. Wir entwickeln die Logik der Automationsstationen (AS) sowie die Sensorik und Aktorik herstellerunabhängig. Durch unsere Expertise in der Pharma-Verfahrenstechnik planen wir Systeme, die höchste Anforderungen an Regelgüte und Betriebssicherheit erfüllen.

Was macht die MSR-Technik aus?

Die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) bildet das Nervensystem eines modernen Gebäudes oder einer verfahrenstechnischen Anlage. Sie umfasst die Erfassung physikalischer Zustandsgrößen (Messen), die Verarbeitung dieser Daten nach vorgegebenen Logiken (Steuern) und die gezielte Beeinflussung von Prozessabläufen zur Erreichung stabiler Zielzustände (Regeln).

In komplexen Umgebungen – wie etwa in der Pharma-Verfahrenstechnik – sichert die MSR-Technik nicht nur den effizienten Betrieb, sondern gewährleistet durch präzise Monitoring-Systeme und Automationsstationen die Einhaltung kritischer Prozessparameter. Sie ist die Voraussetzung für die Vernetzung der Einzelgewerke zu einer intelligenten Gebäudeautomation (GA).

Über die rein technische Funktion hinaus ist eine qualifizierte GA heute eine zwingende Voraussetzung für die Förderfähigkeit öffentlicher und privater Bauvorhaben. Insbesondere im kommunalen Hochbau (z. B. Schulbau) oder bei Sanierungen nach BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) ist die Einhaltung bestimmter Automationsgrade (gemäß DIN EN ISO 52120-1, ehemals DIN V 18599) oft die Bedingung, um staatliche Zuschüsse zu generieren. Eine fundierte MSR-Planung ist somit unmittelbar wertsteigernd und refinanzierungsrelevant.

Planungssicherheit und Förderfähigkeit

Die frühzeitige Bearbeitung der KG 480 durch unsere Büros bietet entscheidende wirtschaftliche Vorteile:

  1. Sicherung von Fördermitteln: Eine hochgradige Automation (gemäß DIN EN ISO 52120-1) ist heute oft zwingende Voraussetzung für staatliche Zuschüsse (z. B. BEG-Förderung oder Mittel für den kommunalen Schulbau). Wir stellen sicher, dass die notwendigen Automationsgrade bereits im Entwurf verankert sind.

  2. Herstellerneutralität: Da wir die Datenpunktlisten und Funktionsbeschreibungen selbst erstellen, bleibt die Ausschreibung neutral. Dies sichert einen echten Wettbewerb und verhindert die Bindung an proprietäre Insellösungen.

  3. Vermeidung von Nachträgen: Durch die fachlich fundierte Koordination der Schnittstellen zwischen Energieversorgung und mechanischen Prozessen minimieren wir das Risiko kostspieliger Anpassungen während der Ausführungsphase.

Unser Büro versteht die Gebäudeautomation nicht als Beiprodukt, sondern als das zentrale Steuerungselement für einen energieeffizienten, rechtssicheren und zukunftsfähigen Gebäudebetrieb.

Mess- und Regelungstechnik in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik

INHALT

  • Grundlagen der MSR-Technik
    (Mess-, Steuer- und Regelungstechnik)
    • Grundbegriffe, Regelungsarten und Verhalten, Steuerungen, Anforderungen an die MSR-Technik
    • Aufgaben der Gebäudeautomation
    • umfangreiche Verknüpfungen von Systemen anhand von Beispielen (Systemtopologien)
    • Fremdsystem-Kopplungen
    • Voraussetzungen für die opimale Arbeitsweise und Funktion einer Regelanlage
    • Regelung und Aufbau von Heizungs- und Lüftungsanlagen
    • Regelung und Aufbau von Wärme- und Kälte-Erzeugungsanlagen
    • Vorteile, Aufbau und Funktion der DDC I Automationsstation
    • HLK-Funktionen und Prozessabläufe
    • Vorteile und Aufbau der Raumautomation
  • Planung der MSR-Technik in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen incl. Aufbau und Kenntnisse über hydraulische Anlagen
    • Planung und Aufbau der MSR-Technik in HLK-Anlagen
  • Planung der Gebäudeautomation in HLK-Anlagen
    • Entwurfsplanung/Ausführungsplanung/Werk- und Montageplanung
    • Aufgaben des Planers "Ausführungsplanung Gebäudeautomation" nach VOB Teil C-DIN 18386
    • Vorgehensweise bei der Planung von MSR-Anlagen
    • DIN-Vorschriften
    • Definition und Massenauszug von Datenpunkten
    • Beispiele und Tipps bei der Erstellung von Leistungsverzeichnissen
    • Beispiele und Tipps bei Kostenberechnungen u. Massenauszügen
    • Tipps für detallierte Terminplanung / Bauüberwachung
    • Inhalte / Prüfung Dokumentation / Revisionsunterlagen nach VOB DIN 19386

Referent: Fachdozent TÜV-Saarland
Ort / Dauer: IB KuF Füssen / 2 Tage

Teilnehmer:
Elmar Agricola, Richard Bach, Philipp Egger, Johannes Fichtel, Daniel Haberl, Kevin Kath, Michael Klein, Robert Saguer, Andreas Sprenger, Dominic Sprenzel, Maximilian Weiß